Fotografieausstellung im Kreuzgang der Evangelischen Akademie Meißen

29. Oktober 2016 bis 26. Februar 2017

Wenn Künstler und Künstlerinnen durch die Stadt gehen, offenbaren sich ihnen Dinge und Menschen in einer besonderen Art und Weise. Die Fotografen Daniel Bahrmann, Holger Münzberg, Doc Winkler und die Fotografinnen Claudia Hübschmann, Christin Schöne und Astrid Swillus haben sich auf den Weg gemacht, um Menschen in Meißen zu zeigen - ganz gleich, ob sie Alteingesessene, Hinzugezogene, Reisende oder Bleibende sind. Ganz gleich, ob sie die schöne Stadt gelockt oder die Not hierher getrieben hat. Sechs Fotografen, sechs Perspektiven, eine Ausstellung.

Ausstellungskooperation von der Evangelische Akademie Meißen und dem Kunstverein Meißen e.V.
Idee: Dr. Kerstin Schimmel (Evangelische Akademie) und Else Gold (Kunstverein Meißen)
Umsetzung: Daniel Bahrmann


Portrait Else GoldEin Portrait der Meißner Künstlerin Else Gold. Januar 2016. Von Daniel Bahrmann


Menschen in Meißen – Ein Ausstellungsprojekt zeitgenössischer Fotografie

Kooperationsausstellung des Kunstverein Meißen e.V. mit der Evangelischen Akademie Meißen

Ausstellungsort: Kreuzgang der Evangelischen Akademie Meißen

Wenn Künstler und Künstlerinnen durch eine Stadt gehen, offenbaren sich ihnen Gassen, Straßen, Plätze, Bauten, die Dinge und die Menschen in einer besonderen Art und Weise. Ob sie auf touristischen Pfaden wandeln oder bewusst abseits davon: die Perspektiven werden anders sein, als die der Bewohner und Bewohnerinnen. Daniel Bahrmann, freischaffender Künstler, Fotograf und Vorsitzender des Meißner Kunstvereins sowie 7 weitere Fotografen haben in dem Bildband „meissen zeitläufe“ gezeigt, wie verblüffend Alltagsmomente abgebildet werden können. Dieser Alltag hat sich - ganz gleich ob nur gefühlt oder real – für viele Menschen in Meißen mit der Ankunft der Menschen aus Syrien, Afghanistan, Marokko usw. offensichtlich verändert. Nach dem Brandanschlag auf ein gerade fertiggestelltes Wohngebäude für asylsuchende Familien, gab es große Hilfsbereitschaft und ebenso großen Protest. Von Überfremdung ist die Rede, von Ängsten, selber benachteiligt zu werden, von Gefahr durch die Fremden …

Dabei ist oft gar nicht klar, wer die Fremden eigentlich sind, wer eigentlich fremd ist und wer einheimisch. Es stellen sich Fragen wie: Wann gehört eigentlich wer dazu und wer bestimmt das eigentlich? Daniel Bahrmann und 5 Künstler und Künstlerinnen aus Meißen wollen in einer Fotoausstellung Menschen in Meißen zeigen - ganz gleich, ob sie alteingesessen und verwurzelt, durch Not hierher getrieben, auf der Durchreise oder mit dem Wunsch zu bleiben in der Stadt sind. Meißen ist vielfältiger geworden. Das Ausstellungsprojekt will diese Vielfalt zeigen und dazu auffordern, einmal genau hinzusehen, Menschen wahrzunehmen und die Blickrichtung dem zuzuwenden, was als Chance hinter dieser Veränderung stehen könnte.

http://kunstverein-meissen.de/ausstellungen/2016/menschen/menscheninmeissen.htm